Immobilienfinanzierung

admin 15. Dezember 2008

Die Finanzierung einer Immobilie erfolgt in der Regel zumindest teilweise mit Hilfe von Krediten. Aufgrund des hohen Volumens bei der Finanzierung einer Immobilie, greifen Käufer regelmäßig auf Hypotheken- oder Bauspardarlehen zurück, um den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen.

Hypothekendarlehen stellen vielfach den größten Teil einer durchdachten Immobilienfinanzierung dar. Dabei handelt es sich um langfristige Kredite, die über 10, 20 oder gar 30 Jahre laufen und vom Darlehensnehmer regelmäßig getilgt und verzinst werden. Hierzu zahlt der Darlehensnehmer in der Regel eine monatliche Rate, welche den entsprechenden Zins- und Tilgungsanteil enthält. Die absolute und relative Höhe der Zinsen und der Tilgung unterscheiden sich von Fall zu Fall. Sie richtet sich nach der Kreditlaufzeit, der Kredithöhe und den persönlichen Wünschen des Kreditnehmers.

Ein weiterer wichtiger Grundstein für die Immobilienfinanzierung ist das Bauspardarlehen. Diese Darlehensform überzeugt durch eine hohe Tilgungsrate und durch niedrige Zinsen. Der Tilgungsanteil übersteigt hier oft die Zinsen, sodass der Darlehnsnehmer schnell schuldenfrei ist. Anspruch auf Bauspardarlehen haben allerdings nur Personen, die zuvor einen Bausparvertrag bespart und eine entsprechende Bewertungszahl erreicht haben.

Die Besicherung der vorgenannten Darlehen erfolgt in der Regel durch die Eintragung einer Grundschuld zu Lasten der zu finanzierenden Immobilie. Außerdem treten Darlehensnehmer Lohn- und Gehaltsansprüche an die finanzierende Stelle ab. Durch die solide Besicherung sind Immobilienfinanzierungen für die geringe Ausfallwahrscheinlichkeit bekannt. Diese Tatsache sorgt dafür, dass die Zinsen für Immobilienfinanzierungen gegenüber anderen Kreditformen besonders niedrig sind.

Da mittlerweile immer mehr Banken dazu übergegangen sind, 100 Prozent Finanzierungen anzubieten, zeichnet sich hier jedoch ein Wandel ab. Grundsätzlich sind Finanzierungen ohne Eigenkapital nämlich nie zu empfehlen. Sie bergen besonders hohe Risiken für Kreditgeber und -nehmer und sollten daher nur von Personen beansprucht werden, die sich den Risiken einer solchen Finanzierung bewusst sind.

Viele Banken bieten außerdem Fremdwährungskredite und endfällige Darlehen an. Diese neuartigen Konstruktionen bieten zwar Potential, sind aber auch riskanter als herkömmliche Finanzierungsmittel. Daher sollten sie nur genutzt werden, wenn die möglichen Ersparnisse auch in einem angemessen Verhältnis zu den zusätzlichen Risiken stehen.

Eine Reaktion zu “Immobilienfinanzierung”

  1. Markusam 5. Januar 2009 um 11:12 Uhr

    Ein Bauspardarlehen ist zwar eine bewährte Sache aber beinhaltet auch einige Nachteile, die man nicht außer Acht lassen sollte. Man muss, wie im Beitrag schon erwähnt, erst eine gewisse Summe angespart haben bevor man das Darlehen zugeteilt bekommt und dieser Zeitpunkt ist ungewiss, weil er von den Bausparkassen nicht genau zugesagt werden kann. Das heißt, obwohl Sie bereits den vereinbarten Teil von bis zu 40% angespart haben, muss Ihnen damit nicht zwangsläufig das Darlehen zugeteilt werden. Daneben ist die Höhe des fälligen Zinssatzes entsprechend dem des Einlagenzinses – das bedeutet, wenn Sie einen hohen Einlagenzins bekommen haben, werden Sie auch einen hohen Zinssatz für das Darlehen zahlen müssen. Daher ist oft ein klassisches Annuitätendarlehen oder auch Flexdarlehen günstiger als ein Bauspardarlehen.

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